PM vom 11.12.2015: Offener Brief an die Berliner Senatoren für Finanzen und Stadtentwicklung zur aktuellen Situation auf dem Dragonerareal

Sehr geehrter Herr Senator Kollatz-Ahnen,
sehr geehrter Herr Senator Geisel,

die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat bereits zweimal erfolglos versucht, das Dragonerareal in Kreuzberg im Rahmen eines Bieterverfahrens an den Meistbietenden zu verkaufen.
Der zweite und letzte Versuch ist am 10.09.2015 aufgrund einer eindeutigen Entscheidung des Finanzausschusses des Bundesrates gescheitert. Diese Entscheidung schließt klar ein weiteres Bieterverfahren an den Höchstbietenden aus.

PM vom 10.09.2015: Wir haben gewonnen! — Weg für Modellprojekt ist frei! — Dragonerareal bleibt Gemeingut!

vom Bündnis Stadt von Unten

Auf der heutigen Sitzung des Finanzausschusses des Bundesrats wurde der Verkauf des sogenannten Dragonerareals mit großer Mehrheit abgelehnt. Der Weg für ein Modellprojekt für eine Stadtentwicklung von unten auf dem noch bundeseigenen Grundstück ist damit frei.

PM 25.08.2015: Dragonerareal wird Sanierungsgebiet — kann das die Privatisierung verhindern?

vom Bündnis Stadt von Unten

Pressemitteilung zur heutigen Sitzung des Senats, auf dieser wird der Beginn der vorbereitenden Untersuchungen nach §141 Baugesetzbuch für das Gebiet Friedrichshain-Kreuzberg – Rathausblock/Ruhlsdorfer Straße beschlossen. Darin enthalten ist das sogenannte Dragonerareal. Ziel der Untersuchung ist die Erklärung des Bereichs zum Sanierungsgebiet.

Nachbarschaftsfest auf dem Areal hinter dem Finanzamt Kreuzberg — das Areal wurde zum Spielbrett

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Dragopoly — ein Spiel in dem es um Stassen und Häuser in unserem Kiez geht. Angelegt wie Monopoly, aber viel sozial verträglicher war es ein Ereignis beim dem Nachbarschaftsfest am 14. Mai auf dem Areal hinter dem Finanzamt Kreuzberg.

Anbiederung der Dragonerhöfe-GmbH

folgende Mail landete von den Käufern des Areals hinter dem Finanzamt Kreuzberg, der Dragonerhöfe-GmbH, in unserem Mail-Postkasten:

Bundesrat vertagt Entscheidung zu Dragoner Areal
Unser Angebot an Kreuzberg steht 

Einzel-Statements diverser NutzerInnen/ MieterInnen des Areals hinter dem Finanzamt Kreuzberg

WIR SIND KIEZ. UND WIR WOLLEN BLEIBEN.

Die Stadt Berlin wirbt bei fast jeder Gelegenheit mit seiner bunten Kultur- und Kreativ-Szene. Wir sind Teil davon. Seit fast 20 Jahren sind wir Clubbetreiber in Berlin, bieten Berliner Künstlern eine Plattform, bringen internationale Vorreiter in die Stadt. Wir veranstalten Konzerte und Clubabende aus den diversesten musikalischen Bereichen: Von Elektronica, House über Jazz, Soul, Funk, HipHop, Klassik zu Bass, Dubstep und Drum'n'Bass. Kein anderer Club Berlins ist musikalisch so offen und breit aufgestellt wie wir.

PM 07.05.2015: "WIR SIND KIEZ. UND WIR WOLLEN BLEIBEN."

der NutzerInnen des Areals hinter dem Finanzamt Kreuzberg

Der Bundesrat hat die Entscheidung zum Verkauf des "Dragonerareals" im Herzen Kreuzbergs an private Investoren geblockt, aber noch nicht verhindert. Ein Etappensieg — mit offenem Endergebnis.
Der potentielle Käufer zahlt für den Erwerb des Grundstücks 36 Mio. € und möchte "Rahmenbedingungen schaffen, aus denen sich ein neuer, authentischer Kreuzberger Kiez entwickeln kann". (Pressemitteilung Dragonerhöfe GmbH, Käufer)
Wir, die derzeitigen NutzerInnen des Geländes, möchten darauf hinweisen, dass ein solcher Kiez bereits besteht!

Areal hinter dem Finanzamt Kreuzberg geht an Höchstbietenden

Die Ausschussmehrheit hat am 25.03.2015 im Bundeshaushalt von CDU und SPD dem Verkauf des Geländes hinter dem Finanzamt Kreuzberg an den Höchstbietenden geschlossen gegen die Stimmen von Linken und Grünen zugestimmt. Es gab keine Enthaltung.
Piepgras hat für das Areal 36 Mio. € geboten. Mittlerweile tritt aber eine Wiener Immobiliengesellschaft als Käufer auf.

PM 20.02.2015: Neuer Investor für das Areal hinter dem Finanzamt Kreuzberg
Piepgras wird ausbezahlt, Kultur fliegt raus

vom Bündnis Stadt von Unten

In diesen Tagen hat sich bestätigt, was das Bündnis Stadt von Unten vorhergesehen hatte: Der Projektentwickler Arne Piepgras, der als Bieter im Verfahren um das Dragonerareal auftrat, hat sein Projekt des „Künstlercampus“ nur als Spielmarke für andere Investoren propagiert. Wie sich heraus stellt fungierte er nur als Zwischenhändler für das Investorenkonsortium um Werner Ebm, welches die gebotenen 36 Mio. € nun bei der BImA hinterlegt hat. Bis zum Schluß herrschte Unklarheit über die eigentlichen Investoren, kein Wunder, sie wechselten mehrfach im Verhandlungsprozess.

Gemeinsame Presseerklärung vom 17.12.2014 zur BImA — Demokratie statt Spekulation!

Demokratie statt Spekulation! Mieter*innen wollen mitreden beim Verkauf der BImA-Wohnungen

Am 19. Dezember tagt in Berlin der Bundesrat zur Verabschiedung des Bundeshaushaltes. Um die fixe Idee der “Schwarzen Null” zu erfüllen, weist er zahlreiche fragwürdige Posten auf — nicht nur in Form von Sparmaßnahmen, sondern auch auf der Einnahmeseite. Darunter sind Privatisierungsgewinne aus dem geplanten Verkauf bundeseigener Wohnungen, verwaltet von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Bundesweit existieren noch fast 40 000 Wohnungen, die von der BImA zum Höchstpreis verkauft werden sollen.

Reclaim Your City

Unter diesem Motto zogen am vergangenen Sonntag etwa 200 Menschen zum Gelände hinter dem Finanzamt Kreuzberg, am Mehringdamm.

RYC2014berlin

Das Gelände wird im Moment von der BImA im Höchstbieterverfahren für 36 Mio. € an einen privaten Investor verkauft. Dieser will Kunst, Gewerbe, ein Hotel und „bezahlbaren“ Wohnraum schaffen. Was das bedeutet, dafür gibt es genügend Beispiele in unserer Stadt.