Das Treffen der Nachbarschaftsinitiative Kiez aktiv: Bockbrauerei entfällt am Mo 24.02.!


Trollmann-Gedenken grenzt mehr an Gedenkabwehr als...

Trollmann 1In unserem Brief an die BVV Friedrichshain-Kreuzberg und an die interessierte politische Öffentlichkeit stellen das Netzwerk Zwangsarbeit in der Tempelhofer Vorstadt, der Zusammenschluss von Initiativen, die zum Thema NS-Zwangsarbeit und zum Gedenken und Erinnern im süd-westlichen Teil Kreuzbergs arbeiten, fest, dass die Gedenktafel zu Johann Rukeli Trollmann ...„deren plötzliche, unbekannte Aufstellung vor kurzem ohne Einweihung, ohne Information an Betroffene, ohne Öffentlichkeit oder eine Presseinfo aufgestellt wurde".

Am Sonntag, den 9. Februar am Jahrestag der Ermordung von Johann "Rukeli" Trollmann führten wir mit Frau Rita Vowe-Trollmann, die Tochter von Rukeli, die regelmässig zu den biografisch wichtigen Daten ihres Vaters an der Gedenktafel am Trollmann Boxcamp in der Bergmannstrasse — frühere Rosegger-Grundschule — und am Stolperstein in Fidicinstraße 2, jetzt seit ca 2. Wochen aufgestellte Gedenktafel zu ihm, durchgeführt.

Als Erinnerungs-Netzwerker*innen ist uns der Hinweis wichtig:
Es ist nach allen Anstrengungen für die Er- und Aufstellung einer Gedenktafel sehr bedauerlich, dass das Wichtigste beim Gedenken — nämlich die öffentlichkeitswirksame Außenwahrnehmung offensichtlich vernachlässigt wurde — und das insbesondere in den heutigen Zeiten des Trollmann 2zunehmenden rassistischen Hasses sowie verstärkter Hetze und geschichts-politischen Parallelen, die sich nach dem Thüringer Tabu-Bruch aufdrängen — nicht öffentlich genutzt wurde.
Wir bedauern, dass nicht mehr Sensibilisierung und Aufmerksamkeit aufgebracht wurde.

Rukeli Trollmann war als sogenannter Asozialer mit dem schwarzen Winkel im KZ Neuengamme eingesperrt und am Ende hat er nicht überlebt und ist dort ermordet worden.

Dort in der Fidicinstrasse 2 vor dem früheren Vergüngs- Sommer/Garten der Bockbrauerei mit vielen Freiluftveranstaltung fand der Boxkampf um die deutsche Meisterschaft am 9. Juni 1933 statt.

Die Ansprache von Rita Vowe-Trollmann am Gedenkort, dem von ihr dekorierten Stolperstein und der noch öffentlich einzuweihende Gedenktafel auf YouTube


zum Nachlesen: 195 Zwangssterilisierte aus dem Berliner Arbeits- und Bewahrungshaus Rummelsburg
 
Fotos: kappa photo

Rückfragen zum Gedenktag am 09.02.2020 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bockbrauerei: Gedenktafel für den Boxer Johann Wilhelm „Rukeli“ Trollmann
 
Trollmann — der 1933 auf dem historischen Bockbrauerei-Areal kämpfte


Trollmann 1Anfang 2018 wurde in die BVV Friedrichshain-Kreuzberg ein Antrag für eine Gedenktafel auf dem ehemaligen Bockbrauerei-Grundstück Fidicinstr. 3 für den Boxer Johann W. R. Trollmann eingebracht. Nach den Vorstellungen der antragstellenden Politiker wurde allen Ernstes angeregt, der Eigentümer des Grundstückes Fidicinstr. 3, die Immobiliengesellschaft Bauwert AG/vertr. durch J. Leibfried, solle darüber befinden, „ob und wie“ das Gedenken an Trollmann zu gestalten sei…

Um die Verortung einer Gedenktafel am Grundstück Fidicinstr. 3, einem Ort, an dem Johann Trollmann de facto nicht boxte sowie die Platzierung einer Tafel auf einer Immobilie der Bauwert AG zu PR-Zwecken der Immobilien-AG zu verhindern, hat sich Karin Dittmar von der Initiative „Denkmalschutz-für die Bockbrauerei“ -unter Hinweis auf historische Dokumente- für die Aufstellung einer Gedenktafel für Trollmann am historischen Ort Fidicinstr. 2, unweit dem damaligen großen Ausschank-Sommergarten, wo er einst als Boxer kämpfte, eingesetzt.
Baumfällungen auf dem Gelände der Bockbrauerei!

Vier 180-jährige Eiben wurden im historischen Brauerei-Garten gefällt!

Der vonseiten der Initiative „Denkmalschutz für die Bockbrauerei“ im Januar 2017 gestellte Antrag auf Eintragung der Eiben als Naturdenkmal wurde auf Senatsebene ‚ausgesessen‘, mit anderen Worten: gezielt verschleppt, damit die Bauwert AG — die auf dem Gelände des inzwischen von der Immobilien-Gesellschaft nahezu völlig entmieteten Gewerbehofes ein total überdimensioniertes Bauvorhaben realisieren will — auch im historischen Garten-Areal zusätzliche Baumasse realisieren kann.
25.11.2019: Bockbrauerei: die Bagger rücken wieder näher

Schwerer Schlag für den Denkmalschutz und die Kreuzberger Mischung


Die Erteilung des Bauvorbescheids

Der Bauvorbescheid wäre das grüne Licht für den Bauantrag auf die Realisierung des Bauprojekts, wie es im Bauausschuss am 02.10.2019 vorgestellt wurde.
Nov. 2018: Stelltafel zur Bockbrauerei bei der Open-Air-Ausstellung

„Mieter*innen ein Gesicht geben — Gegen Verdrängung im Chamissokiez!“


Bockbrauerei: Verdrängung von Gewerbe, bedrohte Geschichte

Eigentümer: Bauwert AG seit 2016
Grundstücke Fidicinstraße 3, Schwiebusser Straße 14, 16
Gründung der Brauerei: 1839

01 November 2018

Die jüngere Geschichte der Bockbrauerei

Von 1990 bis 2010 wurde das Gelände vom damaligen Eigentümer saniert und modernisiert. Dadurch entstand ein lebendiger und wirtschaftlich erfolgreicher Gewerbestandort mit einem Mietermix aus kleinen und mittleren Gewerbetreibenden und Kultureinrichtungen. Im April 2016 jedoch wurde das Gelände an den Großinvestor Bauwert AG unter Vorstand Jürgen Leibfried verkauft.
Vergnügungsviertel und NS-Geschichte auf dem Areal der Bockbrauerei

Im Rahmen der Veranstaltung am Fr 09.02. ab 16 Uhr zum Gedenken an Rukeli Trollmann, dem Boxer, wird auch die NS-Geschichte auf dem Areal von der Initiative Kiez aktiv: Bockbrauerei thematisiert.

Johann Rukeli Trollmann setzte im „Sommergarten“ der Bockbrauerei mutige Zeichen gegen die rassistische NS-Ideologie.
Das einstige Vergnügungsgelände der Brauerei, der Ort an dem J.R. Trollmann boxte, wurde 1944 durch Bombeneinwirkung zerstört. Die zu dieser Zeit bereits verbunkerten, zu unterirdischen Rüstungsfabrik-Kellern umfunktionierten historischen Brauereikeller blieben erhalten.
Do 07.12. um 19 Uhr Informationsveranstaltung Der Countdown läuft — Bebauung ohne Bürgerbeteiligung?!

Drohende Zerstörung des Kultur- und Gewerbestandorts Bockbrauerei
 

Teilstück 4Teilstück 3
Teilstück 2











Das Bild oben links zeigt den funktionierenden Gewerbestandort Bockbrauerei (Fidicinstraße 3/ Schwiebusser Str. 16), wie er bis zum Verkauf 2016 existierte. Die beiden anderen Bilder sind Baupläne, die der Investor, Jürgen Leibfried von der Bauwert AG, am 18.10. im Bau-Ausschuss vorgestellt hat.
28.09.2017: Stellungnahme der Initiative Kiez-Aktiv: Bockbrauerei zur Einladung einer "Zukunftswerkstatt"

Im Namen des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg hat die Belius GmbH die Gewerbetreibenden des Bockbrauerei- Geländes zu einem Zukunftsworkshop Gewerbestandort Bockbierbrauerei eingeladen.
Denkmalschutz für die Bockbrauerei — neue Infos

Wir haben einen wichtigen Schwerpunkt unserer Forderungen bzgl. Denkmalschutz für die Bockbrauerei durchsetzen können !

Der größte Teil der historischen Bockbrauerei-Keller, die 1944 zu einem unterirdischen Ort der Zwangsarbeit für die Rüstungsproduktion umfunktioniert wurden, ist vom Landesdenkmalamt zu Berlin denkmalrechtlich unter Schutz gestellt worden!
Der Investor

Investor J. Leibfried:  die Bockbrauerei jungen Familien herrichten




Finanzgenie J. Leibfried: weniger Renten für junge Familien


Und wieder zeigt sich das Gesicht der Verdrängung in unserem Stadtteil

Das Bockbrauerei-Gelände zwischen Fidicinstraße und Schwiebusser Straße ist an die Bauwert Investment Group verkauft worden

Die Pläne des Investors Jürgen Leibfried bedeuten nichts anderes als die Verdrängung von langjährigem kieznahem Gewerbe zugunsten hochpreisiger Eigentumswohnungen und teurem Gewerbe.