Juli 2019: Correctiv/ Tagesspiegel:

Das verdeckte Imperium

Mit einem Geflecht aus Briefkastenfirmen hat die Milliardärsfamilie Pears ihre Einkaufstour verschleiert. Längst zählt sie zu den geheimen Großeigentümern der Stadt. Die Anonymität hat Vorteile. Für Berlin ist sie ein Problem.
Film: PUSH — Für das Grundrecht auf Wohnen

Überall auf der Welt schnellen die Mietpreise in den Städten in die Höhe. Die Einkommen tun das nicht. Langzeitmieter werden aus ihren Wohnungen herausgedrängt. Selbst Krankenpflegende, Polizisten und Feuerwehrleute können es sich nicht mehr leisten in den Städten zu leben, für deren Grundversorgung sie notwendig sind. PUSH wirft ein Licht auf eine neue Art des anonymen Hausbesitzers, auf unsere immer weniger bewohnbaren Städte und eine eskalierende Krise, die uns alle betrifft. Das ist keine Gentrifizierung mehr: Wohnungen sind Kapital und Orte, um Geld anzulegen.

Der Film folgt Leilani Farha, der UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Wohnen, wie sie die Welt bereist, um herauszufinden, wer aus der Stadt gepusht wird und warum. „Ich glaube es gibt einen riesen Unterschied zwischen Wohnen als Handelsware und Gold als Handelsware. Gold ist kein Menschenrecht, Wohnen schon“, sagt Leilani.

PUSH, der neue Dokumentarfilm vom vielfach ausgezeichneten Regisseur Fredrik Gertten (Bananas!* / Bikes vs Cars), untersucht, warum wir es uns nicht mehr leisten können, in unseren Städten zu wohnen. Eine Unterkunft ist ein fundamentales Menschenrecht, eine Voraussetzung für ein sicheres und gutes Leben. Aber in Städten weltweit werden die Chancen auf bezahlbare Wohnungen immer schwieriger. Wer sind die Akteure und was sind die Faktoren, die Wohnraum zu einem der größten Probleme der heutigen Zeit machen?

Director & Writer Fredrik Gertten, 92 Min., Schweden, 2019

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Februar 2019: Recherchehandbuch: Wem zahle ich eigentlich Miete?

Den finanzialisierten Immobilienmarkt verstehen: Ein Recherchehandbuch für Mieter*Innen

Autor*innen: Adrian Garcia-Landa und Christoph Trautvetter

Download der PDF-Datei
Radiosendung von Mixcloud: Wir holen uns den Kiez zurück vom 16.01.2019

Mietenkämpfe gestern und heute — politische Texte + Lyrik + satirische Lieder unseres Widerstandes — Initiativen stellen sich vor: Ihr hört heute den 1. Teil unseres Zusammenschnitts der Matinee vom 06.01. im Supermolly, denn mit Mut, Phantasie und Solidarität ist ein besseres Leben in Würde für alle machbar, Herr und Frau Nachbar.

Online nachzuhören unter Mixcloud
27.12.2018 leftvision clips: Kampf um bedrohte Freiräume in Berlin

Anfang 2019 laufen die Mietverträge von einer ganzen Reihe selbstbestimmter Räume, Kneipen, Hausprojekte oder Jugendtreffpunkte in Berlin aus.
Wir waren zu Besuch bei: Drugstore, Potse, Syndikat, Liebig 34, Meuterei, G17a und haben ihre Stimmen für euch zusammengestellt.
Berlin ist auf dem Weg zu einer ähnlich toten und glatt polierten Stadt zu werden, wie es sie schon zu oft gibt — für uns heißt es 2019 ohne Pardon: Freiräume verteidigen!

Videodokumentation der Tagung vom 16.06.2018: Die Unsichtbaren sichtbar machen "bauen, bauen, bauen — sozial und kommunal"

Unsichtbar liegen die Wohnungssuchenden unterhalb des Radars der öffentlichen Wahrnehmung. Und die von Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen haben keine sie einende Organisation und keine Lobby, um ihre dringenden Bedürfnisse zu artikulieren und den politisch Verantwortlichen Druck zu machen.

Gleichzeitig ist eine Tendenzwelle bei den steigenden Mieten und ein Ende des Wohnungsmangels im leistbaren Mietbereich nicht absehbar, solange die Wohnungspolitik bundesweit und in Berlin keine grundsätzlich andere Ausrichtung erfährt. Auf dieser Tagung wollen wir der Frage nachgehen, wie eine poilitisch und sozial verantwortliche Mieten- und Wohnungspolitik aussehen kann - und zusammen mit Initiativen, Mieter/innen und Vertreter/innen aus Gewerkschaft und Politik diskutieren.

zum Video
Dauer 1:05 Std.

Zum Kanal der Reihe "Wohnen in der Krise" mit weiteren Videos
04.04.2018: MASSIV UNERWÜNSCHT — Ich stehe oder wohne im Weg

Videos der Mieter*innen aus der Fidicinstr.

Link

Millieuschutz

Gut gedacht — rechtlich unwirksam.

Großeinkauf der BOW 1 bis 3 GmbH führt zu unzähligen Entmietungen in Berlin/ Kreuzberg. Sie steht nur beispielhaft für weitere Firmen, die die gleiche Vorgehensweise an den Tag legen. Entmietung durch Modernisierung, mit dem Ziel, die Wohnungen möglichst mieterfrei teuer an neue Eigentümer zu verkaufen. Mittlerweile hat die  Gruppe über 40 Häuser in ganz Berlin gekauft.

Wir fragen VON MENSCH ZU MENSCH:

Hat derjenige, der keine Käufer*in ist, kein Recht auf ein zu Hause?
Begrabt mein Herz am Heinrichplatz

Buchvorstellung

von Sebastian Lotzer, 2017

Eine Reise in 45 Szenen durch die Welt einer untergegangenen Bewegung und erinnerte Bilder an eine sagenumwobene Halbstadt, die es nicht mehr gibt. Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben, so heisst es. Doch jene Bewegung, die im Schatten der besetzten Häuser in West-Berlin entstand, hatte nie im Sinn, Geschichte zu schreiben. Sie war sich ihrer Vergänglichkeit ebenso bewusst wie ihrem Unvermögen, an den bestehenden Verhältnissen etwas Grundsätzliches zu ändern. Niemand glaubte mehr an den Strand unter dem Pflaster, die Zürcher Genossen hatten schon vorgegeben, dass Beton nicht brennt, und so wurde Was ist uns geblieben ausser zu kämpfen und zu lieben zum Soundtrack der letzten Revolte.

Vieles hat sich so zugetragen, wie es in den folgenden Zeilen geschildert wird. Etliches ist frei erfunden. Viele Details sind aus naheliegenden Gründen verändert worden. Alle handelnden Personen sind frei erfunden, soweit sie nicht Personen der Zeitgeschichte sind.

bahoe books, ISBN 978-3-903022-62-1, 176 Seiten, 14 €

Radiosendung von Mixcloud: Wir holen uns den Kiez zurück vom 19.07.2017

Was passiert auf dem Kreuzberger Dragoner-Areal, nachdem die Privatisierung verhindert wurde? Erleben wir nun eine echte Mitbestimmung durch die Leute aus dem Kiez und eine Stadtentwicklung für Alle?

Das Dragoner-Areal hinter dem Kreuzberger Finanzamt am Mehringdamm wird nicht privatisiert. Das Land Berlin erhält das Gelände — doch was passiert dort jetzt? Kann das Gelände tatsächlich ein Versuchsfeld für Planung von unten werden? Wird hier nun alles zu 100% sozial?
Die Gäste unserer Sendung sind rund um das Gelände aktiv und arbeiten an diesem kleinen Stückchen Utopie, dass die betroffenen und beteiligten Nachbar*innen entscheiden, was mit der Fläche passieren soll.


Online nachzuhören unter Mixcloud
Betongold — Wie der Immobilienhype durch mein Wohnzimmer marschierte

Buchvorstellung

von Katrin Rothe, 2017

Nach dem erfolgreichen Film über Verdrängung, für den Katrin Rothe 2014 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde, ist nun das Buch erschienen.

Katrin Rothe erzählt die Geschichte ihrer Entmietung und ihrer Politisierung, als sie bemerkt, dass sie Teil eines großen Verdrängungsprozesses ist, der in vielen Städten stattfindet.
In einem zweiten Teil gibt sie in Glossarform Hinweise und Erklärungen zu wichtigen Schlagworten.

Ein persönlicher Bericht über eines der wichtigsten sozialen Themen in Deutschland: Die Verdrängung zehntausender Mieter aus zentrumsnahen Wohnungen in den Großstädten. Vervollständigt wird der Titel durch einen Beitrag von Andrej Holm, der genaue Einblicke in den aktuellen Wohnungsmarkt liefert und auch Grenzen des Mietrechts aufzeigt.


Hier noch ein Ausschnitt der Buchpremiere, der gleichzeitig Trailer ist.

Ch. Links Verlag, ISBN: 978-3-86153-870-7, 248 Seiten, 18 €
Das ist unser Haus

Buchvorstellung

von Barbara und Kai Sichtermann, 2017

Eine Geschichte der Hausbesetzung

Legal — illegal — scheißegal: Hausbesetzer erzählen die Geschichte des Häuserkampfs

Als die Revolution nicht stattfand, als aus dem fröhlichen Widerstand der Studenten gegen die Pantoffelrepublik ihrer Eltern nichts wurde, schickte sich eine neue Generation an, die Städte mit viel Phantasie „zu erobern“. Das ist ihre Geschichte, in der unter anderen Daniel Cohn-Bendit und Klaus der Geiger zu Wort kommen und viele Beteiligte.

Nicht nur in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Freiburg und Zürich tobte seit den 1970er Jahren der Häuserkampf. Kai Sichtermann, Gründungsmitglied der legendären Band Ton Steine Scherben, war mittendrin. Gemeinsam mit seiner Schwester, der Publizistin Barbara Sichtermann, befragte er nun die wichtigsten Protagonisten von damals. Sie erzählen, wie alles anfing, was die Bewegung bewirkte und welche Kämpfe die Hausbesetzer im Laufe der Jahrzehnte ausgefochten haben.
„Das ist unser Haus“ ist „oral history“, Lese-, Bilder- und Geschichtsbuch über eine Zeit, die angesichts stetig steigender Mieten und Wohnungspreise hochaktuell ist. Wem gehört die Stadt und wie stellen wir uns die Städte der Zukunft vor?

Aufbau Verlag, ISBN 978-3-351-03660-7